Was die US-Bewegung gegen Rechenzentren aus dem Ausland lernen kann
wired ·
Das neue Buch von Paris Marx, „Hyperscale“, untersucht die globale Ausweitung von Rechenzentren und den wachsenden Widerstand dagegen und argumentiert, dass die USA aus internationalen Präzedenzfällen lernen können. Der Artikel hebt hervor, wie Irland 2022 mit Engpässen in der Netzkapazität konfrontiert war, was Tech-Unternehmen dazu veranlasste, für private Energieinfrastruktur und Gaskraftwerke zu lobbyieren – ein Trend, der sich nun in den USA beschleunigt. Marx weist auch auf frühe Warnsignale aus Orten wie Singapur und The Dalles in Oregon hin, wo Gemeinden unter dem übermäßigen Wasser- und Energieverbrauch von Tech-Giganten litten. Er charakterisiert den aktuellen Boom bei der KI-Infrastruktur als Blase und merkt an, dass schnelle Hardware-Obsoleszenz diese massiven Investitionen möglicherweise wertlos machen wird, bevor sie sich vollständig amortisiert haben. Anhand von Beispielen aus Neuseeland plädiert Marx für gemeindebasierte, nicht-ausbeuterische Alternativen zu den Modellen der Big-Tech-Unternehmen. Er fordert Regierungen auf, strengere Vorschriften für die Entwicklung von Rechenzentren und für KI-Produkte einzuführen, um ökologische und soziale Schäden zu bekämpfen. Schließlich stellt der Beitrag fest, dass ähnliche politische Spannungen zwischen Wirtschaftswachstum und Klimazielen auch in Europa entstehen.
wired